Kompakte Antworten auf die Fragen, die beim Kauf eines Küchenabfalleimers immer wieder auftauchen – nach Themenbereich sortiert. Die Zahlen darin stammen aus den Datenblättern und Rezensionen der 14 verglichenen Modelle.
Für ein bis zwei Personen reichen 20 bis 30 Liter. Ab drei Personen sind 40 bis 60 Liter sinnvoll, in Büroküchen und Gastronomie 50 Liter und mehr. Wer Biomüll und Verpackungen getrennt sammelt, braucht für den Restmüll weniger Volumen als bei einem Einkammer-Eimer. Unser Vergleich deckt die Spanne von 20 bis 80 Litern ab.
Rechnen Sie mit 50 bis 60 Litern für den Restmüll, wenn Sie alle zwei bis drei Tage leeren möchten. Im Vergleich decken das die 50- und 52-Liter-Eimer ab. Ein 30-Liter-Eimer funktioniert auch, muss dann aber fast täglich geleert werden.
Zu einem 30-Liter-Eimer passen Beutel mit 35 bis 40 Litern: Der Beutel darf etwas größer sein, damit der Rand über die Kante schlägt. Das gilt auch nach oben – der keeeper Swantje fasst 50 Liter und ist laut Hersteller für Abfallsäcke bis 60 Liter ausgelegt. Ein zu kleiner Beutel rutscht beim Befüllen in den Eimer.
Das hängt stärker von der Bauform ab als vom Volumen. Der Amazon Basics Sensoreimer mit 50 Litern misst 67,1 × 41,6 × 28,7 cm (H × B × T), der keeeper Swantje mit demselben Volumen steht auf 38,5 × 29 cm bei 66 cm Höhe. Messen Sie deshalb die Nische aus, bevor Sie nach Litern suchen.
Drei Dinge helfen: ein Deckel, der vollständig schließt, ein herausnehmbarer Innenbehälter zum Auswaschen und ein kurzer Leerungsrhythmus beim Biomüll. Schwingdeckel liegen lose auf und halten Gerüche kaum zurück – das ist der Grund, warum die beiden Schwingdeckeleimer im Vergleich beim Geruchsschutz am schlechtesten abschneiden. Vollständig dicht ist kein Küchenabfalleimer, solange er mehrmals am Tag geöffnet wird.
Fruchtfliegen kommen über Obst- und Gemüsereste. Sammeln Sie Biomüll in einem eigenen, geschlossenen Behälter und leeren Sie ihn im Sommer täglich. Ein Deckel, der von selbst zufällt oder über eine Absenkautomatik schließt, hilft mehr als ein Schwingdeckel, der offen stehen bleibt.
Keiner der 14 verglichenen Küchenabfalleimer hat einen Aktivkohlefilter im Deckel – der Geruchsschutz kommt hier allein über die Deckelmechanik. Ein Wechselintervall geben die Hersteller unserer Auswahl deshalb nicht an. Bei nachgerüsteten Filtern richten Sie sich nach der Angabe auf der Packung.
Am einfachsten geht es mit einem herausnehmbaren Innenbehälter: Beim Brabantia NewIcon, beim Amazon Basics Treteimer, beim Rotho Trio, bei beiden SONGMICS-Trennsystemen, beim Hailo AS Tandem und beim Relaxdays-Einbausystem lässt er sich zum Ausspülen entnehmen. Beim keeeper Swantje und beim Hailo Big-Box Swing sind stattdessen Deckel und Deckelhalterung abnehmbar, beim Rotho Paso ein herausnehmbarer Innenring. Der Amazon Basics Sensoreimer, der EKO Sensoreimer, der Curver Deco Bin und der simplehuman CW1361 kommen laut Datenblatt ganz ohne Innenbehälter aus – beim Curver halten zwei Klemmbügel den Müllbeutel direkt im Korpus, beim simplehuman erschweren laut einer Rezension die Vorsprünge der Rollenaufnahme das Auswischen. Hier wischen Sie den Korpus direkt aus. Spülen Sie mit warmem Wasser und Spülmittel aus und lassen Sie den Behälter trocknen, bevor der nächste Beutel hineinkommt.
Einer mit mehreren Kammern, damit Restmüll, Biomüll und Verpackungen nicht in einem Beutel landen. Im Vergleich sind das die drei freistehenden Trennsysteme – SONGMICS mit 2 × 30 Litern, SONGMICS mit 3 × 15 Litern und Rotho Trio mit 10 + 2 × 15 Litern – sowie die beiden Einbau-Abfallsammler mit mehreren Kammern, Relaxdays mit 15 + 2 × 8 Litern und der Hailo AS Tandem mit zwei 15-Liter-Behältern.
Biomüll fällt in kleineren Mengen an als Restmüll, muss aber häufiger geleert werden. 8 bis 15 Liter reichen in den meisten Haushalten. Beim Relaxdays-Einbausystem ist eine der beiden 8-Liter-Nebenkammern dafür gedacht, die andere nimmt Verpackungen auf; beim Rotho Trio ist die kleinste Kammer 10 Liter groß.
Für den Alltag ja: Restmüll, Biomüll und Verpackungen fallen in der Küche an, Altpapier und Altglas sammeln die meisten Haushalte ohnehin außerhalb. Wer nur Restmüll und Biomüll trennt, kommt mit zwei Kammern aus – dafür ist der Hailo AS Tandem mit zwei gleich großen 15-Liter-Behältern gebaut. Beim SONGMICS-Trennsystem mit 2 × 30 Litern ist jede Kammer dagegen zu groß für Biomüll; es trennt Restmüll und Verpackungen.
Edelstahl ist stabiler, lässt sich leichter abwischen und verzieht sich nicht, kostet aber meist mehr. Kunststoff ist leichter und damit einfacher zum Ausspülen zu tragen – die fünf günstigsten Eimer im Vergleich bestehen aus Kunststoff. Wer den Eimer hinter einer Schranktür verbaut, zahlt für eine Oberfläche, die niemand sieht.
Rotho und keeeper fertigen ihre Eimer aus Polypropylen (PP). Rotho gibt für den Paso an, dass er BPA-frei ist, keeeper gibt für den Swantje an, dass er keine Schadstoffe abgibt. Beides sind Herstellerangaben, die wir nicht überprüft haben.
Die Oberfläche ist so behandelt, dass Fingerabdrücke weniger sichtbar bleiben – ganz verhindern lässt es sich nicht. Der Amazon Basics Treteimer, der Amazon Basics Sensoreimer, der EKO-Sensoreimer und der Curver Deco Bin geben diese Eigenschaft laut Hersteller an. Wie wenig das im Alltag heißen kann, zeigt eine Rezension zum Amazon Basics Sensoreimer: Sie widerspricht der Herstellerangabe und beschreibt sichtbare Fingerabdrücke auf der Edelstahloberfläche. Gebürsteter Edelstahl ist dabei unempfindlicher als eine hochglänzende Oberfläche.
Das kommt auf die Innenbreite an, nicht auf die Frontbreite: Ein Schrank mit 40 cm Frontbreite bietet nach Abzug von Seitenwänden und Scharnieren meist nur rund 36 bis 37 cm Innenbreite. Der Hailo AS Tandem passt laut Hersteller schon in Schränke ab 30 cm Breite, braucht dafür aber eine Schranktiefe ab 482 mm. Das Relaxdays-Einbausystem verlangt dagegen mindestens 40 cm Innenbreite und misst 35,1 × 34,3 × 48 cm – dafür reicht ein 40-cm-Schrank in der Regel nicht, das entspricht eher einem 45-cm-Schrank. Messen Sie immer die Innenbreite, nicht die Frontbreite.
Die beiden Einbausysteme im Vergleich werden nicht an der Tür, sondern am Schrankboden montiert: Der Hailo AS Tandem wird mit vier Schrauben verschraubt, beim Relaxdays liegt das Montagematerial bei. Beide ziehen über Schienen vollständig heraus, sodass Sie von oben in die Behälter greifen. Eine Türmontage bieten die Systeme unserer Auswahl nicht.
Ja, wenn ein Unterschrank frei ist: Der Eimer verschwindet hinter der Tür und gibt Stellfläche frei. Bezahlt wird das mit Volumen – die beiden Einbausysteme fassen rund 30 Liter, verteilt auf zwei beziehungsweise drei Kammern. Wer täglich viel Restmüll hat, leert dann häufiger.
Der Deckel fällt nicht ins Schloss, sondern sinkt langsam und leise ab. Im Fachhandel heißt das auch Soft-Close. Im Vergleich haben der Amazon Basics Treteimer, der Brabantia NewIcon, der Curver Deco Bin, der simplehuman CW1361, das SONGMICS-Trennsystem mit 2 × 30 Litern und der EKO-Sensoreimer diese Mechanik.
Der Deckel öffnet ohne Handkontakt, was beim Kochen mit vollen oder schmutzigen Händen hilft. Dafür brauchen die Geräte Batterien: Der Amazon Basics Sensoreimer läuft mit D-Zellen, der EKO mit vier AA-Batterien und laut Hersteller bis zu acht Monate. Hinter einer Schranktür bringt die Funktion nichts – dort ist ein Auszug die bessere Lösung.
Eine belastbare Zahl gibt keiner der Hersteller in unserer Auswahl an. Beim Rotho Paso ist der Pedalmechanismus laut mehreren Rezensionen der häufigste Kritikpunkt. Beim Curver Deco Bin gehen die Erfahrungen auseinander: Eine Rezension beschreibt ihn nach fünfeinhalb Jahren fast täglicher Benutzung als unverändert, eine andere berichtet von einer nach zwei Jahren herausgebrochenen Aufhängung. Beim simplehuman CW1361 stehen sich eine Rezension mit über zehn Jahren mehrmals täglicher Nutzung und eine mit Zweifeln an der Mechanik gegenüber. Bei den beiden übrigen Treteimern im Vergleich stehen eher Beutelfixierung oder Deckel im Vordergrund. Brabantia gibt für den NewIcon laut Hersteller zehn Jahre Servicegarantie.